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Mit Teenagern an Bord in Frankreich
 

Wann: Juli/August 2011
Wo: auf der Saône, Grey bis Port-sur-Saône - und wieder retour
Wer: Die Crew besteht aus: Alexander (Kapitän); Susi (1. Maat),
Ulrich (Steuermann, 14 Jahre), Trixi (Smutje, 13 Jahre)
Wie: Corvette 141, Hausboot für 4 Personen

 

Schon lange überlegen wir, einmal den Urlaub auf einem Hausboot zu verbringen. Da wir - beruflich bedingt - unsere Urlaube immer ganz kurzfristig organisieren, rechnen wir uns eigentlich keine Chancen aus. Aber siehe da - wir bekommen selbst 10 Tage vor Reiseantritt von Hausboot Böckl noch zwei geeignete Angebote, und entscheiden uns für Gray in Frankreich.
Wir erhalten zu unserer Buchung einen detaillierten Reiseführer für die Bootsreise auf der Oberen Saône, sowie ein Handbuch für Schiffskapitäne. Da wir alle vier kein Französisch sprechen und absolute Boot-Neulinge sind, lesen wir uns alle Unterlagen gut durch.

Am Donnerstag, den 28.7. geht es endlich los. Wir fahren über Nacht mit dem Auto-Reisezug von Wien nach Feldkirch. Danach fahren wir gemütlich mit dem Auto weiter über Liechtenstein in die Schweiz und besichtigen die Stadt Basel. Um 16.30 Uhr kommen wir schließlich in Gray an, wo wir sehr nett empfangen werden. Wir erhalten etwa eine Stunde lang eine ausführliche Einführung für das Boot, unsere Kinder hören aufmerksam zu. Danach nehmen sie mit ihrer Digitalkamera einen Film auf, wo sie für die Daheimgebliebenen alles genau wiederholen und erklären. Wir beschließen, erst am nächsten Tag loszufahren und sehen uns die Stadt Gray an.


Samstag 30.7.2011
Gleich nach dem Frühstück üben wir mit einem Mitarbeiter von Le Boat noch eine Schleusenfahrt. Dann sind wir auf uns alleine gestellt. Wir kaufen rasch Proviant am Markt ein, und es kann losgehen. Auf Empfehlung befahren wir die Saône in nördlicher Richtung. In dieser Gegend gibt es fast nur kleinere Dörfer, dafür ist weniger los und man kann besser schwimmen gehen. Unser Start gelingt gut und zu Mittag legen wir in freier Natur an und genießen unser selbstgemachtes Mittagessen an Deck. Danach fahren wir weiter, und bringen drei Schleusen erfolgreich hinter uns. Am Abend legen wir im Hafen von Seveux an und radeln mit unseren Leihrädern in den Ort. Wir besichtigen dort die Holzschuhfabrik - die Besitzerin ist ganz begeistert, als wir ihr den Beitrag über sie in unserem Reiseführer zeigen, und essen am Abend im "Chez Berthe". Obwohl alles ausgebucht ist, organisiert man uns einen Tisch und serviert uns ein hervorragendes Menü.

Sonntag 31.7.2011
Nach dem Frühstück an Bord brechen wir auf. Mittlerweile hat sich bereits unsere Rollenaufteilung an Bord ergeben. Ulrich ist nicht mehr vom Steuer wegzubringen. Schnell hat er die schwerfällige Steuerung begriffen und schafft es sehr umsichtig, auch lange Tunnels oder enge Schleuseneinfahren ohne anzustoßen zu bewältigen. Mein Mann hilft bei den Schleusenfahrten mit, und hat ansonsten immer einen Blick auf den Steuermann. Trixi ist die Allrounderin und macht alles, was ihr Spaß macht: bei der Schleusenfahrt helfen, das An-und ablegen, am Schiff herumklettern, das Schiffs-Logbuch führen oder an Deck lesen und sich dabei bräunen lassen. Ich selbst genieße vor allem die wunderschöne vorbeiziehende Landschaft - "Bleib ruhig sitzen, Mama, wir machen das schon!"
Zu Mittag essen wir in Ray-sur-Saône in dem gemütlichen Landgasthaus "Yvette" Danach besichtigen wir den Ort, und natürlich die im Reiseführer beschriebene Kirche und das Waschhaus. Im Künstleratelier wird unsere Tochter schnell fündig und kauft sich eine modische Kette. Danach wandern wir hinauf zum Schloss.
Am Nachmittag fahren wir weiter Richtung Norden und legen abends in der Natur an. Alle halten Ausschau nach einem geeigneten Platz. Als eine alleinstehende Trauerweide auftaucht, sind wir uns einig: "Hier wollen wir bleiben." Wie mein Mann Alexander nach dem Anlegen allerdings schnell feststellt, befinden wir uns genau auf einer Kuhweide. Kühe sind zwar keine zu sehen, dennoch wir das schnell klar, denn er landet beim Sprung an Land genau in einer Kuhflade - zur Erheiterung der restlichen Crew. Als wir am Abend an Deck sitzen, nähert sich die Kuhherde dann doch, und zwar ettappenweise, bis sie schließlich ganz nahe am Ufer vor unserem Boot stehen und uns anschauen. Nach etwa 10 Minuten haben sie uns offensichtlich genug beobachtet, und ziehen wieder ab.

Montag 1.8.2011
Nach dem Frühstück an Bord brechen wir auf und fahren nach Scey-sur-Saône, wo es einen ausgesprochen schönen Hafen gibt. Wir kaufen beim Greißler und in der Bäckerei ein und essen in der Parkanlage des Hafens. Als eine Französin mit ihrem kleinen Sohn unser Schiff bewundert, laden wir sie zu einer Besichtigung ein, was die beiden gerne annehmen. Nach der Mittagspause fahren wir weiter nach Port-sur-Saône. Dort gibt es einen großen Hafen, der sogar Internet anbietet - was unsere Kinder natürlich gerne nutzen.

Dienstag 2.8.2011
Am Vormittag treten wir unsere Heimreise an. Zu Mittag kommen wir zum Tunnel "St.Albin"  (PK353) und bemerken, dass die Durchfahrt wegen Mittagspause eine Stunde lang gesperrt ist. Daher kochen wir uns eine Suppe an Bord, danach gehen mein Mann und die Kinder in der Saône schwimmen.
Als es "Grünes Licht" für die Tunnelfahrt gibt, fahren wir weiter. In der Nähe einer Pferdekoppel legen wir nachmittags an und trinken gemütlich einen Kaffee. Bei der Abfahrt macht uns ein anderes Schiff aufmerksam, dass sich ein Fender gelöst hat. Wir fischen ihn gleich auf und binden ihn wieder an.
Am Abend legen wir in Soing an. Unsere Kinder sind von der großflächigen Freizeitanlage ganz begeistert und fahren mit dem Leih-Fahrrad herum. Zufällig haben wir unseren Volleyball mitgenommen und spielen den Abend lang am Volleyballplatz, bis wir völlig erschöpft sind.

Mittwoch 3.8.2011
Gerne hätten wir hier auch noch den ganzen nächsten Tag verbracht, aber nach dem Mittagessen müssen wir weiter. Im Laufe des Nachmittags verschlechtert sich das Wetter, und wir legen gegen 16 Uhr in der Natur an, gerade noch rechtzeitig, bevor der Regen losbricht. Den Rest des Tages verbringen wir mit einem netten Spieleabend an Bord, während draußen der Regen prasselt.

Donnerstag, 4.8. 2011
Am nächsten Tag haben wir wieder strahlenden Sonnenschein. Gleich nach dem Frühstück brechen wir auf. Mittlerweise sind wir schon Schleusenprofis und kommen um 13 Uhr in Rigny an. Im einzigen Gasthaus in dem kleinen Ort sind viele Gäste, und wir bestellen wie üblich 3x Menü für uns vier - und bekommen eine Riesenschüssel mit den besten Miesmuscheln, die wir je gegessen haben.
Am Nachmittag kommen wir dann in Gray an. Wir spazieren noch einmal durch die Stadt und kaufen Souvenirs und Geschenke für die Verwandten ein. Danach packen wir unsere Koffer und reinigen unsere Corvette.

Freitag, 5.8.2011
Wir frühstücken ein letztes Mal an Bord, dann geben wir unsere Corvette zurück. Nach einem herzlichen Abschied treten wir unsere Heimreise nach Wien an.

 

Fazit:
Unsere erste Reise auf dem Hausboot wird sicher nicht die letzte bleiben: der Urlaub hat jedem einzelnen von uns ausgesprochen gut gefallen. Unsere Sorge wegen der Sprache blieb völlig unbegründet - nach einem freundlichen "Bonjour" und dem Satz "Nous sommes de l'Autriche" waren alle sehr entgegenkommend, und wir sind mit unserem geringen Wortschatz wie "S'il vous plaît" und "Merci" gut ausgekommen.

Besonders nett war, dass sich alle Hausbooturlauber - im übrigen fast nur Franzosen und Schweizer - winkend begrüßen, aber auch die gelegentlich am Ufer auftauchenden Radfahrurlauber und die Angler grüßen immer gutgelaunt. An fast jeder Schleuse trifft man auf neugierige Beobachter. Sobald man einige Übung beim Schleusenfahren hat, ist das eigentlich ganz nett. Einige Zuschauer haben sich während des Schleusenmanövers bei uns nach unseren Erfahrungen mit einem Hausbooturlaub erkundigt. Offenbar tragen sich viele mit dem Gedanken, das einmal auszuprobieren...

An Bord hat uns fasziniert, wie durchdacht so ein Hausboot konstruiert ist. Einziger Kritikpunkt für uns als umweltbewusste Menschen ist, dass das gesamte Abwasser vom Boot in den Fluss geleitet wird. Wir haben daher unseren gesamten Abwasch nur mit Wasser ohne Spülmittel erledigt, und auch beim kurzen Duschen an Bord völlig auf Duschgel und Seife verzichtet. Kein Problem, da man ja in jedem Hafen Sanitäreinrichtungen hat, die man nutzen kann.

Überrascht hat uns jedenfalls, dass man an Bord mehr zu tun hat, als wir erwartet haben, ohne dass es aber anstrengend wird. Hausbootfahren ist eindeutig ein Aktivurlaub, aber nichtsdestotrotz überaus erholsam. Für Eltern von Teenagern kann ich es wirklich weiterempfehlen. Das liegt vor allem daran, dass - zumindest was Frankreich betrifft- die Jugendlichen an Bord überall mitanpacken dürfen, und dass man den Tagesablauf, und damit die Mischung aus fahren, schwimmen oder Stadt besichtigen den eigenen Wünschen anpassen kann.

Susi Dietl, 1. Maat

>>> Karte, Fotos und weitere Informationen über die Obere Saône . . .

 

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