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Mit dem Hausboot
durch Friesland

 

Mit dem Hausboot durch Friesland
Unser Boot

Mit dem Hausboot durch Friesland
Woudsend

Mit dem Hausboot durch Friesland
Sneek, Brücke beim Waterpoort

Mit dem Hausboot durch Friesland
Rathaus von Sneek

Mit dem Hausboot durch Friesland
Sneek, Waterpoort
(= Sneeker Wasser-Tor)

 

Fotos: Dr. Claudia Pfleger

 

Auszug aus dem Reisebericht von

Dr. Heinrich und Dr. Claudia Pfleger aus Wien.

 

Den gesamten Bericht dieser 3-wöchigen Fahrt quer durch Friesland

können Sie auch hier downloaden (580 KB).

 

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Achter Tag (11. 9.)

Navigation

1005: wolkenlos ablegen in Balk, Fahrt nach Sicht nach Sneek
1055: wolkenlos Passieren der Brücke von Woudsend
1210: wolkenlos anlegen vor Brücke in Ijlst
1255: wolkenlos ablegen
1400: wolkenlos anlegen in Sneek Passantenhafen
(N 53°01'50'' O 005°40'16'')
1735: wolkenlos ablegen Sneek Passantenhafen Richtung Basis
1800: wolkenlos anlegen Basis
(N 53°01'58'', O 005°40'37'')

Nach dem Aufstehen meinerseits um 7 Uhr 30 (die Sonne geht gerade auf) und den üblichen Morgenaktivitäten gebe ich zunächst das Verlängerungskabel beim Hafenmeister ab, leider auch den zum Boot gehörenden Adapter.
Wir fahren über das Sloter Meer Richtung Sneek. Die Strecke ist uns schon weitgehend bekannt, nur die Wijde Wijmerts waren wir noch nicht gefahren. Die beiden ersten Brücken schaffen wir noch vor der Mittagspause, in Ijlst müssen wir anlegen und finden zum Glück auch noch ein kleines Platzerl dafür. Nach uns kommt eine Riesenjacht, die trotz mehrfachen Umdrehens keinen schönen Liegeplatz findet. H. geht zur Brücke vor um das Bruggeld zu erheben. Wir haben es uns nicht mehr gemerkt. Beim Ablegen verklemmt sich die Achterleine im Ring und wir kommen nur mit Mühe weg, ohne ein anderes Boot zu rammen.

Um 14 Uhr legen wir im Passantenhafen von Sneek an, nachdem wir die die Brücken überwunden haben. Es ist viel mehr Platz als eine Woche zuvor. Vielleicht beginnt ja jetzt die Nachsaison? Wir gehen von dort in die Stadt und besichtigen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Altes Rathaus, Gerichtsgebäude). Das Stadtzentrum von Sneek ist um einiges größer als die Städte, die wir bisher besucht haben. Als wir das "Wasser" überwunden haben, das die Innenstadt umgibt, finden wir zunächst einmal eine Einkaufstraße, in der wir Souvenirs erwerben und am Bankomat Geld nachtanken. In einem Selbstbedien-Kaffeehaus nehmen wir die Jause ein. Dann suchen wir den VVV, um einen ordentlichen Stadtplan zu bekommen. Der VVV ist die Fremdenverkehrs-Informationsstelle. Man kann in fast jedem Ort einen VVV finden - wenn man ihn findet und er nicht geschlossen ist. Zum Glück gibt es in Sneek - so wie in einigen der Orte zuvor auch - Hinweispfeile, in welche Richtung man welche Sehenswürdigkeit findet. Der VVV ist gleich neben dem Gerichtsgebäude, in derselben Strasse befindet sich das Rathaus. Wir besichtigen noch die Martinikirche (protestantisch), die Martinuskirche (r.k.) und selbstverständlich das Waterpoort, das Wahrzeichen von Sneek. Dabei können wir zusehen, wie andere Boote die daneben liegende Brücke passieren, durch die wir auch gefahren sind. Außerdem beschließen wir, uns am nächsten Tag das Schifffahrtsmuseum anzusehen.

Schon müde besuchen wir den Supermarkt, in dem wir schon vor einer Woche waren und kaufen Proviant ein. An Bord zurück müssen wir das Boot gut durchlüften, denn es ist innen stickig heiß. Es ist ein sonniger, sehr warmer Tag, wie im Hochsommer.
Wir legen dann vom Passantenhafen ab und fahren Richtung Basis, wo wir über Nacht bleiben wollen. Das Wasserbunkern erweist sich als nicht möglich, weil der Haupthahn abgedreht ist, wie uns erklärt wird. Also zapfen wir nur Strom.
Wir suchen dann die in der Nähe befindliche Schleuse, um uns auf die kommenden Schleusenmanöver vorzubereiten. Wir finden sie nach längerem Fußmarsch, die Schleuse ist aber nicht in Betrieb. Leider befindet sich die Basis in kompletter Einschicht - nicht einmal ein Gasthaus ist in der Nähe. Auf dem Boot zurück bereiten wir das Abendessen, wobei wir erstmals das Backrohr benützen. Nach dem Geschirrwaschen gehen wir duschen. C. behauptet, es seien € 0,50 für die Duschen notwendig. Als sie nackt in der Kabine steht, stellt sich heraus, es sind € 1,00. Also gehe ich aufs Schiff zurück und hole die Münzen. Nach dem Duschen planen wir den weiteren Reiseverlauf.

Nach dem Schlafengehen wird C. von ein bis zwei Mücken belästigt (ich denke, es waren mindestens 100, die alle auf mich gewartet haben), mehrfach gestochen und hält mich wach. Erst ein intensives Aussprühen des Schlafraums hilft.

 

Kulinarik

Jause: Im Selbstbedien-Kaffee kann man zwar einiges an Brot kaufen, an Snacks haben sie nicht viel Auswahl. So bestelle ich mir ein Toastie mit Mozzarella. Toasties sind das, was bei uns die üblichen Schinken-Käsetoasts sind. H. nimmt ein Brootje mit Chorizo und bekommt ein riesiges rundes Ding, zumindest 20 cm im Durchmesser.

Allgemein: Das Einkaufen im Supermarkt wird im Ausland besonders schwierig, wenn man Diabetiker ist. Leider ist dadurch das Angebot an für Bootsfahrer so praktischen Fertiggerichten stark eingeschränkt. Wenn "suiker" an zweiter oder dritter Stelle der Zutatenliste steht, dann heißt es Hände weg und selbst kochen, wenn man auch satt werden will und nicht nur Mikromengen zu sich nehmen will.
Aber, wie wir bald gelernt haben, die Zauberworte sind zunächst einmal "geen suiker toegevoegd" (kein Zucker zugefügt), Süßstoff heißt "zoetstof". Leider gibt es in den Supermärkten kaum, so wie bei uns, Abteilungen mit Diabetikerprodukten, obwohl es das Problem, wenn man die Körpermaße von einigen Friesen betrachtet, auch dort geben muss. Wie wir - ständig das Kleingedruckte lesend - feststellen, sind viele Lebensmittel, vor allem Milchprodukte, nach unseren Vorstellungen "gepanscht". D.h., alle enthalten eine ziemliche Reihe an Zusatzstoffen, auch solche, die ich in den jeweiligen Lebensmitteln nie erwarten würde. Allerdings erhöht dies auch die Chance, Lebensmittel ohne Zucker zu bekommen. Und die Liter-Packungen mit schmackhaften Joghurtdrinks, die künstlich aromatisiert sind, sind zwar vermutlich nicht übertrieben gesund, aber gut.

 

Nachtmahl: Püreeauflauf

Zutaten:
1 l Milch
Salz
Majoran
Pfeffer
Fett
1 Broccoli
½ Dose Ham
2 Zwiebel

Zubereitung:
1l Milch mit Salz, Majoran, Pfeffer und Fett zum Kochen bringen
Packerlpüree einrühren
1 Brokkoli klein schneiden, in Salzwasser 5 min blanchieren
restlichen Schinken (250 g) würfeln
2 Zwiebel klein schneiden, in Fett anrösten
Schinken mitrösten
Mit Brokkoli vermischen, salzen, pfeffern
Eine Auflaufform - oder was man als solche verwenden kann - ausfetten
Die Hälfte des Pürees einfüllen, die Fülle darauf geben, mit dem restlichen Püree abdecken, mit etwas Fett begießen
Im Rohr 20 min backen.

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Den gesamten Bericht dieser 3-wöchigen Fahrt quer durch Friesland können Sie auch hier downloaden (580 KB).

 

 

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