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Reiseberichte von Hausboot-Urlaubern

 

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Hausboote: Trennlinie

Mit einem Narrowboat
auf dem Llangollen-Canal

Hausboote Trennlinie

 

Samstag, 31. Mai
Ankunft in der Basis Wrenbury Mill. Übernahme und Einschulung durch einen Instruktor, der - Gott sei Dank - seinen Militärdienst in Münster (Westfalen) abgeleistet hat und daher froh war, seine Deutschkenntnisse wieder einmal auffrischen zu können. Die ersten 4 Schleusen und Hebebrücken waren wir alleine (als einziges Boot) unterwegs und ich musste daher alles selber machen, was für eine Frau natürlich nicht ganz leicht ist.

Nach dieser Anstrengung haben wir uns ein schönes ruhiges Plätzchen für die erste Nacht an Bord gefunden, nur die Vögel waren zu hören.

Sonntag, 1. Juni
Vor uns liegt Grindley Brook mit 3 Schleusen und einer 3-fachen Schleusentreppe. Mit Hilfe des Schleusenwärters, der hier Dienst versieht -aber der einzige am ganzen Kanal ist - haben wir auch diese Hürde in kürzester Zeit gemeistert.
Etwas unangenehm sind die extrem engen Brückendurchfahrten. Alleine bis zur Abzweigung des Montgomery-Kanals sind es 49 Stück, davon 6 Hebebrücken mit Selbstbedienung.

Kurz vor Ellesmere haben wir beim Black Mare einen ruhigen Platz zum Übernachten gefunden, umgeben von blühendem Rhododendron.

Montag, 2. Juni
Frühmorgens um 4 h begann das Vogelkonzert, und die Enten haben auch ans Fenster geklopft. Nach dem Frühstück haben wir um 9 Uhr unsere Fahrt durch enge Brücken und Kurven ohne Sicht auf den Gegenverkehr fortgesetzt.

2 Schleusen liegen auch vor uns, es hat sich schon eine kleine Gruppe von Booten gebildet, die sich gegenseitig helfen, denn das Kurbeln bei den Brücken und Schleusen ist für Frauen sehr anstrengend. Es finden sich aber immer wieder Kavaliere, die tatkräftig mithelfen. Bei der vorletzten Kurve vor dem Chirk-Aqedukt haben unsere Vorfahrer schon gewartet und Platz gehalten für unser Boot zum Übernachten. Wasser wurde auch gebunkert.

Wir haben mit dem Wetter sehr viel Glück, bis jetzt nur Sonnenschein, dadurch kommen wir richtig gut voran, selbst die Engländer sind begeistert, und das ist auch ein Grund zum Anstoßen.

Dienstag, 3. Juni
Morgens um 3 h krähte ein Hahn, der uns aufweckte; da haben wir gemerkt, dass es in der Nacht geregnet hat. Um 9 Uhr begann das Abenteuer Chirck-Aquedukt, und gleich anschließend kam der Tunnel. Die Sonne lacht vom blauen Himmel, so sind wir weiter zum Pontcysyllte-Aquedukt, ein imposantes Bauwerk, errichtet von Tomas Telford, fertiggestellt 1805 mit einer Länge von 390 m, einer Breite von 3,10 m und eine Höhe ca. 37 m; ist nur im Einbahnverkehr zu befahren. Da die Boote auch nur eine Breite von 2.80 haben, hat man ca. 30 cm Spielraum. Da heißt es genau zielen.
Hier wollen wir Station machen und nach einer Pause die Rückfahrt antreten. Ferdinand hat das Wendemanöver hervorragend unter dem Applaus einiger Zuseher geschafft. Einige Boote vor uns haben nämlich die Kaimauern kräftig geküsst. Nach einigen Meilen Fahrt haben wir wieder ein ruhiges Plätzchen für die Nacht gefunden.

Mittwoch, 4. Juni
Diesmal war es kein Hahn, der uns weckte, sondern einige Erpel, die auf dem Bootsdach spazieren gingen, und dies um 5 Uhr; es gingen sich dann doch noch ein paar StundenSchlaf aus, bis wir nach dem Frühstück startklar waren.

Die beiden Schleusen waren wir nicht alleine, sodass es flott weiter ging. Nach Wasserbunkern und Pump-out haben wir noch einen Einkaufsbummel gemacht und ein gemütliches Plätzchen gefunden.

Donnerstag, 5. Juni
Heute haben wir uns einen gemütlichen Tag gemacht und die warme Sonne ausgenutzt; nach 9 Meilen und 2 Hebebrücken wurde ein passender Platz für die vorletzte Nacht angesteuert.

Freitag, 6. Juni
Der letzte Tag.  Alle unsere Sachen wieder einräumen und klar Schiff zum übergeben. Die letzten Schleusen und eine Hebebrücke waren bald geschafft, dann haben wir unsere Basis wieder erreicht. Vor der Wrenbury Mill haben wir festgemacht.

Ein gemütliches Abendessen im nahen Pub mit sehr gutem Bier war der angenehme Abschluss einer schönen Woche.

Samstag, 7. Juni
Leider ist die Woche zu rasch vergangen. Um 9 Uhr haben wir pünktlich das Boot übergeben. Die ganze Belegschaft dieser Basis verdient ein großes Lob, sehr höflich und hilfsbereit, und was für uns ganz wichtig war, die
Deutschkenntnisse des Instruktors.

Bei herrlichem Sonnenschein, der uns noch die nächsten Wochen unseres Urlaubes begleitete, haben wir die Weiterreise angetreten.
Dieser Kanal war für uns ein besonderes Erlebnis, da wir ja nicht das erste Mal mit einem Hausboot unterwegs waren. Er ist wärmstens für alle zu empfehlen, die das Besondere suchen.

Die Landschaft ist wunderschön, vor allem um diese Zeit. Ginster, Rhododendron und auch Fuchsien sind in voller Blüte.
Zum Schluss noch ein herzliches Danke an Hausboot Böckl, es war wieder alles bestens geplant.

Familie Hollauf

 

 

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