Fragen + Antworten

Hausboote ohne Führerschein, Ausstattung von Hausbooten, Auswahl eines Fahrgebietes mit oder ohne Schleusen, Anlegen oder Handy aufladen: Hier finden Sie die Antworten zu den häufigsten Fragen zum Hausboot-Urlaub in Frankreich, Holland / Niederlande, Deutschland, Italien, Irland.

Hausboote können in den von uns angegebenen Revieren ohne Führerschein gefahren werden.  Ausnahme: In Deutschland ist für bestimmte Strecken (Berlin und Umland) der „Sportboot binnen“  nötig. Auf der Mecklenburger Seenplatte ist ein großes Revier führerscheinfrei zu befahren.

Bei Bootsübernahme erhalten Sie eine kurze Einschulung samt Probefahrt. Sie erfahren, wie man an- und ablegt, wie man Schleusen fährt und wie man Knoten macht.

Die Handhabung der Hausboote (Motorkreuzer) ist relativ einfach. Man wird bei Hausbootübernahme eingeschult, der Instruktor macht mit Ihnen auch eine kurze Probefahrt. Und dann heißt es: selber üben. Dass das Hausboot-Fahren nicht allzu schwer sein kann, zeigt die Tatsache, dass man Ihnen ein wertvolles Boot ohne komplizierte Formalitäten anvertraut.

Das Hausboot ist gewissermaßen ein schwimmendes Appartement, mit dem Sie durch die Landschaft gleiten. Warm- und Kaltwasser, Dusche, WC, Küche mit Kühlschrank, Gas-Herd (meist mit Backrohr) und Geschirr sowie Kochgerät gehören ebenso zur Standardausrüstung wie beispielsweise eine Heizung oder Bettwäsche. Hand- und Geschirrtücher sind bei einigen Booten an Bord, bei anderen können sie gegen eine geringe Gebühr ausgeborgt werden (siehe Details bei den Beschreibungen der Boote).

Vor- und Nachsaison sind nicht nur billiger, Sie finden in dieser Zeit auch absolut unberührte Landstriche in guten Wetterlagen. Gute Heizungen erlauben einen Urlaub auf dem Hausboot bereits ab März und bis November. Wer auf die Hauptsaison angewiesen ist, sollte Anfang oder Ende der Ferienzeit wählen. Auch hier gibt es Hausboote zu günstigeren Konditionen.

Jede Region hat ihren eigenen Charme für einen gelungenen Hausbooturlaub. Hier einige Auswahl-Kriterien:
– Anreisemöglichkeiten beachten (z. B. mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar?)
– Baden vom Hausboot aus erwünscht? Bademöglichkeiten
– Schleusenfreie Strecke oder Route mit Schleusen (automatische oder händisch zu bedienende) wählen?  Hausboot regionen

Unterschiedliche Modelle und Einrichtungsvarianten der Hausboote bieten für jede Crew das richtige Hausboot. Sie können wählen zwischen Doppel- oder Stockbettkabinen; die Sitzbank im Salon lässt sich manchmal in ein Doppelbett verwandeln („Sparvariante“, nicht zu empfehlen). Hausboote gibt es bereits für 2 Personen, das größte Hausboot bietet 12 Personen Platz! Rufen Sie uns an, oder mailen hausboot@hausboot-boeckl.com  Sie uns, wir beraten Sie gerne, welches Hausboot für Ihre Crew das passende ist.

Ob Sie eine Einwegtour buchen, bei der Sie die Hausboote an einem Ort übernehmen und an einem anderen zurückgeben oder eine Hausbootfahrt mit Rückkehr an den Ausgangspunkt, bleibt Ihnen überlassen. Bei Einwegtouren mit Hausbooten wird ein Zuschlag verrechnet. Außerdem müssen Sie bedenken, dass Sie wieder zum Auto zurück müssen bzw. sich Ihr Auto nachbringen lassen.

Übrigens: es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass man bei Einwegtouren mehr sieht. Die Kanäle und Flüsse mäandrieren stark, die Landschaft sieht aus beiden Richtungen unterschiedlich aus. Bei 4-5 Fahrstunden täglich kommt man an 3-5 Orten vorbei, wobei man jene am Rückweg besucht, die man am Hinweg ausgelassen hat. Man bummelt also ohne Zielvorgabe dahin und dreht einfach nach der Hälfte der Fahrzeit um – entspannter geht es nicht!

Das Fahren mit dem führerscheinfreien Hausboot ist nur bei Tageslicht gestattet. Dementsprechend haben Schleusen und Brücken von 8 oder 9 Uhr bis 18 oder 19 Uhr geöffnet, oft mit einer Mittagspause. Genauere Angaben zu den Öffnungszeiten der einzelnen Wasserwege (und eventuelle Schließungen wegen Feiertagen) finden Sie bei den Beschreibungen der Fahrgebiete Hausboot regionen

Einfach gleich an der Basis anrufen (Tel.-Nr. liegen am Boot auf)! Ein Mechaniker ist in schnellstmöglicher Zeit (durchschnittlich ein bis drei Stunden) bei Ihnen, kostenlos natürlich. Pannen kommen zum Glück nur sehr selten vor, da die Hausboote regelmäßig kontrolliert und gewartet werden.

Urlaub auf dem Hausboot ist kein Club-Urlaub. Wer einen Animateur braucht und sich nicht auf Land, Leute und das Boot einstellen will, wird hier keinen Spaß haben. Sie bestimmen selbst, wie Ihr Urlaub verläuft: erlebnisreich, entspannend, genießerisch, kulturell . . .

Hausboote gibt es in unterschiedlichen Größen, von 2 Personen bis 12 Personen.

Im Ausgangshafen und in den zahlreichen Orten, durch die Sie mit dem Boot kommen, haben Sie ausreichend Möglichkeiten zum Einkaufen, um sich an Bord zu verpflegen. Sie können aber auch in Restaurants entlang Ihrer Route essen gehen.

Einfach die Fenster schließen und die Türen versperren, und schon steht Ihrem Landgang nichts mehr im Wege.

In Frankreich und England  in der Regel überall dort, wo Sie niemanden behindern. Im Zentrum einer Stadt oder auch in „freier Wildbahn“. Es gibt nur wenige Abschnitte, an denen Anlegen verboten ist. Dies ist jedoch stets deutlich gekennzeichnet. In den meisten anderen Fahrgebieten gibt es vorgegebene Liegeplätze (oft nur ein paar Poller am Ufer, in einer Stadt oder mitten in der Natur) oder richtige Häfen.

Mit Hausbooten können Sie in jede beliebige Richtung mit Hausbooten fahren und stehenbleiben, wo es Ihnen gefällt. Wie mit einem Mietwagen. In den Navigationskarten sind alle Wasserwege genau eingezeichnet.

Das kommt ganz auf Sie an, da Sie Ihre Tour selbst gestalten können. Die Meisten fahren rund 4 bis 5 Stunden pro Tag. Es gibt aber auch Urlauber, die sechs oder acht Stunden unterwegs sind.

Im Mietpreis enthalten sind Vollkasko- und Haftpflicht-Versicherung mit Selbstbehalt (Selbstbeteiligung), wie beim PKW. Man hinterlegt eine Kaution, die man nach Rückgabe des unbeschädigten Bootes zurückbekommt.

Sie bezahlen den Dieselverbrauch, der meist nach Stundenzähler (als Betriebsstunden, wenn der Motor läuft) verrechnet wird. Rechnen Sie mit rund 200-300 Euro pro Woche, abhängig von der Bootsgröße und von den von Ihnen gefahrenen Stunden.

In der Regel ist der Dieseltank groß genug für zwei bis drei Wochen, Sie müssen also nicht nachtanken.

Theoretisch können Sie in jedem Land ohne Hafengebühren unterwegs sein.

Frankreich, England: Sie können in vielen Orten/Städten kostenlos anlegen oder Pflöcke am Ufer einschlagen; es gibt auch kostenpflichtige Liegeplätze (ca. 6–20 Euro pro Nacht und Boot) .Rechnen Sie pro Woche mit 0 bis 100 Euro

Holland, Belgien, Schottland: Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Liegeplätze. Kosten pro Woche: ca. 0 bis 100 Euro

Deutschland: Sie können außerhalb der Fahrrinne ankern; in Marinas bezahlen Sie meist 10–30 Euro/Nacht). Gratis bei Restaurants.

Italien: Es gibt kostenlose Liegeplätze und gebührenpflichtige Häfen. Kostenlos bei Restaurants. Marinas: ca. 35–55 Euro / Übernachtung. Kosten pro Woche ca. 0–200 Euro

Irland: Liegeplätze sind gratis.

Außer in Holland und Irland sind Schleusengebühren im Mietpreis enthalten („Vignette“).

Holland: 1,50 bis 2,50 Euro/Schleuse oder Brücke (manchmal auch gratis). Die Gesamtkosten sind stark abhängig von Ihrer Route (hohe Brücken müssen nicht geöffnet werden). Rechnen Sie mit 30–100 Euro / Woche.

Irland: 1,50 Euro / Schleuse (der Shannon hat nur 6 Schleusen).

Sie müssen nur alle 2–3 Tage Wasser nachtanken. Möglichkeiten dazu gibt es zahlreiche, die auf den Gewässerkarten eingezeichnet sind. In den meisten Gebieten kommen Sie an 1-3 Wasserstellen pro Tag vorbei. Das Auftanken ist entweder gratis oder kostet 2-5 Euro.

Bei den meisten Booten gibt es ein 12-V-Stromnetz für Beleuchtung, Kühlschrank etc. Bei allen finden Sie eine 12-V-Steckdose (Zigarettenanzünder), an die Sie Ihre Geräte wie im Auto anhängen können. Geladen werden die Batterien, während der Motor läuft – ganz wie beim Auto. Viele Boote haben zusätzlich Landstrom-Anschluss. In einem Hafen verbinden Sie das Boot mit dem Strom an Land und Sie haben dann auch 230 V an Bord (meist nur in 1 Steckdose). Handy und Fotoapparat laden kann man über diese beiden Möglichkeiten – oder auch ganz einfach über den Rasiererstecker in den Sanitärzellen: Dieser liefert 230 V aus dem 12-V-Netz (nur etwa 70-100 W, also nicht für Fön etc. geeignet). Einige wenige Boote haben auch einen Generator zur Stromerzeugung unterwegs (Details dazu bei der Beschreibung der Boote).

Handys und Fotoapparate kann man an Bord laden – siehe Erklärung bei „Wie erfolgt die Stromversorgung an Bord“?

Auf den meisten Hausbooten sind Hunde willkommen. Sie müssen jedoch eine Zusatzgebühr für den erhöhten Reinigungsaufwand bezahlen. Nur wenige Bootseigner untersagen Haustiere (siehe Detailbeschreibung der einzelnen Boote).

An manchen Abfahrtsorten kann man sich Lebensmittelpakete vorab aufs Boot liefern lassen. Wir empfehlen Ihnen, dies nicht zu tun. Sie werden die Hälfte der darin vorhandenen Lebensmittel nicht benötigen und hätten beim Einkauf eine andere Marke gewählt. Außerdem gibt es in der Nähe Ihres Abfahrtsortes (wir informieren Sie gerne detailliert) ein Geschäft bzw. einen Supermarkt mit langen Öffnungszeiten auch am Samstag, in dem Sie die benötigten Produkte erhalten. Diese Pakete machen aus unserer Sicht nur dann Sinn, wenn man spät nachts aufs Boot kommt und während der Anreise keine Möglichkeit zum Einkauf hat.

Außerdem: Der Einkauf ermöglicht einen Einblick in die Lebensweise der Bewohner des Gastlandes, und den sollten Sie sich nicht entgehen lassen . . .

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